Erfahrungsbericht

Hallo Frau Liebmann, ich wollte nochmal eine Rückmeldung zu Hxxxx Schreiberfolg geben. Ihr ist heute um 19.00 Uhr doch noch eingefallen, dass sie morgen ein Lernwörterdiktat schreiben und ich hatte schon die blanke Panik, normalerweise bekommen sie die Wörter eine Woche vorher! Diesmal auch, aber Hxxxxx hatte es vergessen! Nun wollten wir noch üben und es waren 100-120 Wörter mit „e“. Anfangs haben wir die Wörter zusammen gesprochen, Hxxxxx war etwas schnell aber es pendelte sich zügig ein und tatsächlich klappte es dann prima! Sie hatte nur 6 Fehler, die durchaus passieren können, da haben wir dann kurz drüber gesprochen! Nach ca 40 Minuten waren wir fertig! Hxxxxs Schrift war auch deutlich besser und sie ist ganz stolz auf sich! Wir nennen es jetzt Trick 17! Vielen Dank dafür!
LG Mxxxxx

Seit Januar 2011 geht meine große Tochter jede Woche einmal zu Frau Liebmann. Bevor ich von der Lernwarte gehört habe, war ich schon der Verzweiflung nahe. Sie hatte keine Probleme, lesen zu lernen, aber beim Schreiben fingen die Probleme an. Sehr früh merkte ich, dass irgendetwas nicht stimmt. Alle anderen Fächer waren super, nur zur Rechtschreibung fand sie keinen Zugang. In der Schule hieß es dann immer nur, das sei normal. Wir haben dann, wie das so üblich ist, eine Woche vor einem Diktat die 10 Lernwörter bekommen. Was irgendwie nicht normal war, wir haben sie dann täglich 3 bis 4 Mal geübt und immer wieder die gleichen Fehler und wenn ich im Dreieck gesprungen bin, blieb das Fahrrad ein Varat. Mein Lieblingswort war der Tsobf! Täglicher Streit und Tränen waren dann normal und bei Nachfragen in der Schule, sollte ich nicht zu viel Wert auf die Rechtschreibung legen. Schließlich hätte sie in Diktaten ja nur 3-4 Fehler. Die waren aber auch noch wieder komplett andere als zu Hause. Auch das klassische d und b, ie und ei, p und b verwechseln war unser täglich Brot.

Natürlich kam es dann, inzwischen in der dritten Klasse, soweit, dass zu Hause nicht mehr erzählt wird, dass wieder ein Diktat ansteht. Die Folge: Alles falsch. Gott sei Dank, die Lehrer reagierten endlich.  Aber von einer Förderung wurde mit abgeraten, damit sie beim Test, der dann in einem Jahr stattfindet, nicht zu gut ist. So würde sie die Anerkennung der LRS ja schließlich nicht bekommen. Aber wir konnten nicht mehr.

Schon beim ersten Kennenlernen wusste ich, dass Frau Liebmann genau die Richtige für meine Tochter ist. Inzwischen ist sie 3 Jahre dort und hat riesige Fortschritte gemacht. Das tollste ist, dass wir uns nicht mehr um so dusselige Fehler streiten müssen. Mein Fehler war, zu glauben, alles sei normal. Ich habe bereut, nicht früher Unterstützung in der Lernwarte zu suchen.

Meine zweite Tochter wurde 2012 eingeschult und noch vor den Herbstferien merkte ich, dass sie gerne mal die Zahlen spiegelverkehrt schreibt. In der Schule wieder nur die Antwort: In der ersten Klasse völlig normal. Gut, dass ich Frau Liebmann hatte. Durchaus kann das mal vorkommen und es kann auch normal sein, aber in einer Familie mit so einigen Legasthenikern, sollte man doch hellhörig werden. Sofort durfte sie auch einmal wöchentlich zu Frau Liebmann. Sie hat auf eine andere Art lesen gelernt, als es in der Schule gelehrt wird. Wir haben zu Hause begleitend geübt. Sie hat die Buchstaben verinnerlicht und auch b und d, ie und ei, b und p usw.  intensiv trainiert, damit es nicht zu den Verwechselungen kommt. Jetzt kann sie super lesen, flüssig und schnell, versteht den Text inhaltlich und hat riesigen Spaß daran. Sie freut sich, wenn sie Bücher geschenkt bekommt und ich bekomme abends immer eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen. Sie ist super vorbereitet, um genauso gut schreiben zu lernen. Und das alles ohne Streit und ich musste nie im Dreieck springen.

Legastheniker müssen einfach nur anders als andere lesen und schreiben lernen. Meine Erfahrung ist, nicht abzuwarten, bis ein Testergebnis vorliegt, ob jemand nun LRS hat oder nicht. Wer es genau wissen möchte, kann auch jederzeit einen Test bei einem Psychologen machen lassen.  Wenn ein Kind ein Problem hat, kann man da sofort helfen. Man muss nicht warten, bis die Schule soweit ist. Und obwohl die Große ein LRS gefördertes Kind ist, die Schule sich anfangs auch geweigert hat, sie zum Test zuzulassen, hat sie gleich beim ersten Anlauf die Anerkennung und die damit verbundende  so wohltuende Notenbefreiung bekommen. Alles andere lief schon immer sehr gut, aber jetzt kann sie sich eben auch auf Mathe stürzen und muss nicht immer Varat und Tsobf üben. Da geht jeder Spaß verloren.

Frau Liebmann unterstützt nicht nur beim Lesen- und Schreibenlernen sondern stärkt die Kinder auch im Selbstbewusstsein. Wenn ich eine Frage hatte, hatte sie immer ein offenes Ohr.

Vielen Dank, Frau Liebmann, ich hoffe, wir dürfen auch die nächsten Jahre auf Ihre Unterstützung in Anspruch nehmen.

Viele Grüße

M. S.

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Auszüge aus Zeugnissen:
…..ein kontaktfreudiger, temperamentvoller, interessierter, hypersensibler Junge….,
…Mühe, geltende Regeln zu befolgen…
….nicht… über einen angemessenen Zeitraum zielgerichtet zu arbeiten..
… benötigte häufig zusätzliche Erklärungen…
….dass seine mangelnde Konzentrationsfähigkeit ein starker Wille, trotzdem gut mitzuarbeiten, gegenüberstand..
…das Verweilen an seinem eigenen Platz ihm nach wie vor große Probleme bereitet…
.. ungelenke Schrift…
…. mangelnde Feinmotorik..
….klangähnliche Phoneme wie z.B. „d“ und „t“ verwechselte….
….ungelenke Schrift….
….seine mangelnde Konzentrationsfähigkeit und starke Ablenkbarkeit stört den Unterricht massiv…
….sehr impulsiv und unkontrolliert, häufige Stimmungsschwankungen…
…..ständige Konflikte mit anderen..

Und zu Hause: „Hausaufgabenkrieg“- der zermürbende Kampf um jede Rechenaufgabe und jeden Satz, der ordentlich und möglichst richtig ins Heft geschrieben werden muss mit einem unglücklichen Kind; die vielen Konflikte zu Hause , endlose Diskussionen, …. ein Alltag, der sehr anstrengend ist und viel Kraft und Energie fordert und die Familie an die Grenzen der Belastbarkeit bringt. Es geht nur noch um Schule, dabei ist das Kind doch toll und kein dummer Schüler!

So muss es nicht bleiben!:Wir starteten bei Frau Liebmann in der Lernwarte im März 2005 in der dritten Klasse. Das Abgeben der Verantwortung an diese kompetente und engagierte Lerntherapeutin war unser großes Glück. Von Frau Liebmann kam der entscheidende Hinweis auf den Verdacht ADHS. Endlich die Erlösung, wir machen nicht alles verkehrt! Sie vermittelte den Kontakt zu den richtigen Kinderpsychologen. Nach hartem Kampf wurde im April 2009, (mittlerweile auf dem Gymnasium), endlich die Teilleistungsschwäche Legasthenie diagnostiziert und auch anerkannt. Die Hausaufgabensituation wurde entschärft. Der emotionale Abstand half beiden Seiten, Probleme objektiver anzugehen und gegenseitige Vorwürfe zu unterlassen. Mit unendlicher Geduld und Verständnis, Sensibilität und Feingefühl schaffte sie es, die Fähigkeiten und Stärken unseres Kindes zu fördern und zu motivieren. Sie ist konsequent, schafft individuelle Vereinbarungen mit dem Kind, die diese auch einhalten können. Sie arbeitet mit einem ausgeklügelten Belohnungssystem (Smileys etc.), Computerspiele, Lesehilfen, ( die benutzt sogar unser zweiter Sohn gerne), Entspannungs-, Beruhigungs- und Konzentrationsübungen, Vermittlung von Lern- und Arbeitstechniken – und es funktioniert!

Fazit: Wir als Eltern bekamen bei solch einer psychosozialen Belastung wichtige Verhaltensstrategien vermittelt. Auch mit Hilfe der Hypnosetherapie lernte ich als Mutter, mein Kind mit seinen Grenzen zu akzeptieren und loszulassen. Noch heute bekommen wir in der Familie praktische Ratschläge, tauschen uns aus und sind mit Frau Liebmann freundschaftlich verbunden. Nach Jahren in der Lernwarte und einer längeren Pause, lernte unser Sohn noch mal gezielt für die Abschlussprüfungen der Mittleren Reife, die er auch erfolgreich bestand. Er ist ein selbstbewusster, empathischer offener junger Mann, der die Schule endlich geschafft hat und nun die Ausbildung zu seinem Traumberuf angefangen hat. Er wird seinen Weg machen und wir wünschen ihm und der Lernwarte für die Zukunft alles Gute!

Eine dankbare Familie aus Stormarn, Januar 2014